FC Schweitenkirchen sammelt bei Judosafari Spenden für „Raise a smile“

Richtig spannend und zum Teil wie bei den großen Judoka ging es zu auf der Judosafari des FC Schweitenkirchen. Wie jedes Jahr veranstaltete die Judoabteilung ihr Sommerfest in Form eines gemischten sportlichen Wettkampfs, der vom Deutschen Judobund initiierten Judosafari: Die über 40 Judo-Kinder, die nach Alter und Gewicht eingeteilt waren, maßen sich in den leichtathletischen Disziplinen 50-Meter-Lauf, Schlagballweitwurf und Weitsprung sowie bei Sumo-Kämpfen und bei einem Kreativteil zum Thema „Judo in Afrika“. Dieses Motto war auf Initiative von Viola Wächter, Profi-Judoka des FC Schweitenkirchen, bewusst gewählt worden, um daran eine Spendenaktion mit persönlichem Bezug anzuschließen: Die ehemalige Nationalmannschaftskämpferin Esther Ridder, Ex-Schülerin des FCS-Haupttrainers Franz Dausch,und sehr gute Freundin von Wächter, leitet eine Hilfsorganisation (www.raise-a-smile.org) in Sambia. Sie lebt dort vor Ort seit einigen Jahren und arbeitet unter anderem eng mit dem Bildungsministerium zusammen, um Entwicklungshilfe zu leisten. „Wir waren von Violas Idee der Spendenaktion von Anfang an begeistert. Esther bringt tolles Engagement und lebt geradezu für ihre Organisation. Da lag es nahe, sie zu unterstützen, da wir wissen, dass alle Spenden zu hundert Prozent ankommen!“, so Leiter und Trainer der Judo-Abteilung Franz Dausch. Die Familien der kleinen Sportler freuten sich mit reichlich Sachspenden wie Schreibutensilien, Taperollen, Moskitonetze und Seifen helfen zu können. Nachdem die Kinder ihr Bestes auf dem Sportplatz bei der Leichtathletik, auf der Tatami (Judomatte) bei einem Sumo-Kampf und im kreativen Wettbewerb mit Basteln, Malen oder Geschichten schreiben gegeben hatten, konnte man sich bei Viola Wächter Autogramme auf Kleidung und Autogrammkarten geben lassen oder gar von ihr Selbstgenähtes aus ehemaligen Rückennummern erwerben. „Als Ausgleich zu meinem Sport liebe ich es zu nähen. So lag die Idee nahe, dass ich mich persönlich für meine Freundin bei unserer Spendenaktion einbringe, in dem ich den Erlös für meine selbstgenähten Turn- und Waschbeutel spende“, so Viola Wächter. Für die Kinder war das Highlight indes der Sumo-Wettbewerb, eine Vorstufe zum klassischen Judo-Kampf: Hierbei wurde ein sogenanntes „japanisches Turnier“ ausgetragen, bei dem der leichteste Kämpfer beginnt und so lange als Sieger auf der Matte stehen bleibt, bis er maximal fünf Kämpfe gewonnen hat. Ziel war es, seinen Gegner aus der Matte zu schieben oder zum Umfallen zu bringen. Teils spektakuläre Szenen ließen die Zuschauer kräftig mitfiebern. Für jeden gewonnenen Kampf gab es Punkte, die letztlich in die Gesamtwertung mit Leichtathletik und Kreativteil mit eingerechnet wurden. Je nach erreichter Punktzahl werden allen Teilnehmern verschiedene Abzeichen und Urkunden verliehen, die traditionsgemäß am Judo-Nikolausturnier übergeben werden. Doch vier Kinder wurden schon diesmal ausgezeichnet: Je einen Kinogutschein erhielten die Teenager Johanna Zwingler und Magdalena Brummer für besondere Hilfsbereitschaft v.a. für ihr Engagement bei Vereinsveranstaltungen, der sechsjährige Emil Gieb für auffälligen Trainingsfleiß und der zehnjährige Marvin Riehl für sein respektvolles Verhalten gegenüber Trainern und Trainingspartnern.

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Neben den reichlichen Sachspenden geht durch Barspenden und den Erlös aus Violas verkauften selbstgenähten Turn- und Waschbeuteln 181,50 € direkt an „Raise a smile“! 🙂

 

 

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