Viola Wächter mit Bronzemedaille bei European Open in Prag

Guter Wettkampfeinstieg nach Handbruch für Schweitenkirchener Top-Judoka

Viola Wächter vom FC Schweitenkirchen ist nach ihrem Mittelhandbruch im Oktober letzten Jahres zurück auf der internationalen Judo-Bühne. Nachdem sie im Januar an Europas größtem Trainingslager in Mittersill mit großem Elan teilgenommen hatte, stand nun der erste Wettkampf auf dem Programm: Am Wochenende zeigte die 30-jährige in Prag bei den European Open, dass sie auch mit der neuen Judogeneration mithalten kann. In ihrer angestammten Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm waren 30 junge Teilnehmerinnen am Start.

 

Im ersten Kampf traf sie auf die Ukrainerin Mariia Skora, die sie nach knappen zwei Minuten, der halben regulären Kampfzeit, vorzeitig mit Uchi Mata Gaeshi (gegengedrehter innerer Beinschenkelwurf) und nachfolgendem Haltegriff besiegte. Auch in der zweiten Auseinandersetzung zeigte sich Wächter sehr souverän: Zwar legte Viktoria Majorosova aus der Slowakei mit einem Kosotogake (Äußeres Einhängen) einen Wazaari (halber Punkt) vor, aber die Deutsche ‚erwachte‘ in Folge dessen mit ihrer Spezialtechnik, einem sensationellen Uchi Mata (Innerer Beinschenkelwurf), der die Zuschauer aufjubeln ließ. Nach nur 48 Sekunden stand demnach fest, dass sie Poolsiegerin war und im Halbfinale gegen die Polin Anna Borowska antreten würde. „Hier wussten wir schon vorher, dass es eine enge Geschichte werden könnte“, so Franz Dausch, Wächters Heimtrainer und Abteilungsleiter der Schweitenkirchener Judoabteilung. „Sie war dominant in den Kampf gestartet und konnte ihrer Gegnerin auch einen taktischen Nachteil aufzwängen, aber leider war sie noch nicht in der Lage, mit ihrer gerade frisch verheilten Hand den erforderlichen Druck aufrecht zu erhalten“, erklärt Dausch weiter. So fiel Wächter auf eine Linkstechnik und musste sich der späteren Siegerin geschlagen geben. Um Platz Drei aber war Wächter unschlagbar: Sie ging sehr konsequent auf ihre Gegnerin zu und konterte die Ungarin Ibolya Siroki selbstbewusst nach nur 15 Sekunden mit einem Uchi Mata Gaeshi, nachdem diese versucht hatte, mit einem Uchi Mata zu werfen. Das Festhalten im Boden war nur noch reine Formsache und so stand nach kaum mehr als einer halben Minute fest, dass Wächter mit einer Bronzemedaille nach Hause kommen würde.

„Ich habe schon gemerkt, dass meine rechte Hand noch nicht wieder das leisten kann, was nötig ist, um kraftvolle Gegnerinnen in Zaum zu halten. Trotzdem bin ich zufrieden mit meinem Ergebnis. Es ist ein guter Ausgangswert, um wieder mit einem positiven Gefühl in das Wettkampfgeschehen einzusteigen“, resümiert die Schweitenkirchenerin.

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