Wächter trifft Judo-Weltelite beim Grand Prix in Budapest

Eine etwas längere Zeit ohne Wettkämpfe hat Viola Wächter, Weltklasse-Judoka des FC Schweitenkirchen, seit dem Grand Slam in Baku genutzt, um intensiv zu trainieren. Zunächst steht jetzt am Samstag, den 13. Juni, der Grand Prix in Budapest an, den Wächter als Generalprobe für ihre Teilnahme an den Ersten Europäischen Spielen im aserbaidschanischen Baku am 25. Juni sieht. Die aktuell 25. der Weltrangliste und hinter Miryam Roper die zweitbeste Deutsche im Weltranking ist mit ihren jüngsten Erfolgen wieder stark in den Fokus der europäischen und auch Weltkonkurrenz gerückt. Während sie 2014 verletzungsbedingt pausieren musste, hat sie sich 2015 so imposant zurückgemeldet, dass nun zu erwarten ist, dass der Druck auf sie in den Wettkämpfen steigen wird. „Die Gegnerinnen stellen sich auf sie ein: Sie wissen, dass mit Viola wieder zu rechnen ist und beobachten sie ganz genau. Wurde sie möglicherweise Anfang des Jahres noch unterschätzt, dürften ihre Kontrahentinnen nun einen genauen Fokus auf sie haben und entsprechend härter ran gehen“, mutmaßt Franz Dausch, Heimtrainer der 28-jährigen. „Mittlerweile gibt es ein neues Regelwerk, das Viola aufgrund ihrer Verletzungen letztes Jahr noch nicht erproben konnte. Doch trotz dieser zusätzlichen Hürde ist sie so stark zurückgekommen, dass die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Rio in greifbarer Nähe sind.“ Zwar müssen für eine Qualifikation nach wie vor auf Turnieren Punkte gesammelt werden und der Sprung unter die weltbesten Vierzehn geschafft werden, doch wird letztendlich der Bundestrainer Michael Bazynski darüber entscheiden, wer nach Brasilien reisen darf. Mit ihren hervorragenden Leistungen der letzten Wettkämpfe konnte die Schweitenkirchenerin den Abstand zur deutschen Nummer Eins, Miryam Roper, deutlich verkleinern und Trainer wie Bundestrainer beeindrucken. Doch ist es noch ein weiter Weg zum großen Ziel und es gilt, kleine Schritte zu gehen. „Wir denken von Kampf zu Kampf, haben dabei aber immer das Große vor Augen“, betont Dausch. In Budapest wartet die Weltspitze. Die Gewichtsklasse, in der Wächter antritt, bis 57 Kilogramm, ist top besetzt. Die Auslosung am Freitag Abend wird zeigen, ob die Profisportlerin wieder einmal, wie sooft bei den letzten großen Weltturnieren, einer anspruchsvollen Gegnerin gleich zu Beginn des Turniers in die Augen blicken muss. Doch die Bundespolizistin ist sich ihrer Stärken bewusst: „Ich freue mich auf Ungarn! Ich habe zuletzt sehr konzentriert trainiert, bin gesund und fit und weiß, worauf ich zu achten habe.“ Ihre Leistungen werden ein Gradmesser für die Judo-Europameisterschaften im Rahmen der Europäischen Spiele . am 25. Juni in Baku sein.

 

 

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