Medaillen für FCS-Judoka bei Ü30-Meisterschaft

118Bild: Jana Axthammer links und Julia Müller rechts mit FCS-Trainer Franz Dausch

 

Am vergangenen Samstag traten die amtierende Ü30-Welt- und Europameisterin Julia Müller in der Gewichtsklasse über 78 Kg und Jana Axthammer in der Gewichtsklasse bis 57 kg bei den Offenen Deutschen Einzelmeisterschaften der über Dreißigjährigen im brandenburgischen Bad Belzig (bei Potsdam) an. Die beiden Judoka des FC Schweitenkirchen reisten die knapp 500 Kilometer zusammen mit ihrem Trainer Franz Dausch an, wobei Julia Müller ihren Titel verteidigen und Jana Axthammer als Judoanfänger Erfahrung im Wettkampf sammeln wollte.

Insgesamt waren 391 Teilnehmer aus ganz Deutschland am Start, die sich auf acht Altersklassen (die ältesten Kämpfer waren über 70) und sieben Gewichtsklassen aufteilten.

Die durch einen erst kurz zurückliegenden Außenbandabriss noch nicht ganz fitte Titelverteidigerin Julia Müller ging bei ihrem ersten Kampf, der beiÜ30-Wettkämpfen drei Minuten dauert, gegen die Berlinerin Sabine Bonitz zunächst zwar mit einem Waza-ari (halben Punkt) in Führung, konnte diesen Vorsprung jedoch nicht halten. Bonitz erhöht den Druck, dem Müller nichts entgegenzusetzen hatte, so dass sie schließlich mit einem Taniotoshi (Talfallzug) zu Fall kam und verlor. Im zweiten Kampf konnte sie sich hingegen steigern und gewann gegen Kathrin Höntsch aus Nordrhein-Westfalen nach Rückstand mit einem Festhalter. Damit hatte sich Julia Müller die Silbermedaille gesichert.

Jana Axthammer, die erst seit einem Jahr Judo-Wettkampftraining betreibt, konnte ohne Druck in ihre Wettkämpfe starten. Ihre Gegnerinnen, Vera Dworaczyk, Sandra Berger und Svenja Rohde, durchwegs Dan-Trägerinnen und erfahrene Judoka aus der ersten und zweiten Bundeliga, ließen wenig Spielraum und gewannen mit Yoko-Sumi-Gaeshi und Harai-Maki-Komi.

Julia hat noch nicht wieder ganz das abgerufen, was möglich ist. Aber nach ihrer Bandverletzung und einer erst kurz zurückliegenden hartnäckigen Grippe hat sie das Möglichste für sich rausgeholt. Jana war enttäuscht, nicht etwas mehr entgegensetzen zu können. Aber bei Judo hat man während eines Kampfes nicht die Zeit – wie etwa bei anderen Sportarten – Fehler auszumerzen: Da fehlt einem Judoneuling dann die nötige Erfahrung. Doch ich bin zufrieden mit den beiden! Sie wissen nun, woran sie weiter arbeiten müssen!“, Trainer Franz Dausch nach dem Wettkampf.

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