Ein feucht-fröhlicher Ausflug zum Hexenwasser nach Söll in Tirol

Am Samstag, dem 30. August 2014, war sich die Judoabteilung sicher: Wir verbringen einen wunderbaren Sommertag gemeinsam im „Hexenwasser“ – einem Freizeitgelände an der Mittelstation der Bergbahnen Söll, vor der Kulisse des Wilden Kaisers in Tirol.
 
Rein kalendarisch war es auch ein Sommertag, ganz realistisch war es eher ein Tag, an dem Petrus Waschtag hatte: Es goss wie aus Kübeln, als der Bus aus Schweitenkirchen um 9.30 Uhr am leeren Parkplatz der Bergbahn eintraf! Doch die hartgesottenen Sportler und ihre Familien ließen sich die Laune nicht vermiesen: „Es ist doch warm!“, „Der Wind geht gar nicht!“, „Wir haben doch alle gute Kleidung an!“ war der allgemeine Tonus während der stärkenden Brotzeit, die Familie Kappelmeier auf die Beine gestellt hatte. Dicht gedrängt unter Regenschirmen und Dachvorsprüngen stimmte man sich bei Wurst, Käse, Gemüse, Obst, Kuchen und Getränken auf den bevorstehenden Aufstieg zur Mittelstation, dem sogenannten „Hexentopf“, ein. Während ein Großteil der etwa vierzig Teilnehmer die Gondel nahm, stapften etwa zehn Judoka unter doch tatsächlich nachlassenden  Regengüssen die (des Winters) Rodelbahn hinauf zum eigentlichen „Hexenwasser“, einem Wasserspielgelände bestehend aus Teichen und Wasserläufen, das für Kinderspiele und Kneippanwendungen konzipiert wurde. Eineinhalb Stunden zeigte das Schild an der Talstation, 50 Minuten dauerte der Anstieg tatsächlich – da waren einige in der Regenjacke bei weitem nässer wie von außen!
 
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Das mit viel Liebe gestaltete Gelände unterhalb der Hohen Salve bietet mit seinen Themenpfaden wie dem Hexenpfad, dem Panoramapfad und einem Barfuß-Erlebnispfad mit Erfahrungsfeld-Elementen jede Menge Spielpotenzial für die Kinder. Diese zögerten trotz fehlender Sonne nicht einen Moment, zu pritscheln, zu matschen, zu rutschen und zu toben. Schließlich hatten die Eltern ja nicht nur Sonnencreme dabei, sondern sie hatten auch an Wechselklamotten gedacht!
 
Die Kleinsten durften bequem im Kinderwagen die Runde machen, die etwas gehfauleren größeren Kleinen bevorzugten da schon Papas Kraxe. Im Regelfall aber düsten die Kinder vorweg, um den besten Platz im genialen Baumhaus zu ergattern oder die erste Schleuse am Stauseespielbereich zu öffnen.
Nass und hungrig kehrten schließlich alle nach und nach in den Alpengasthof Hochsöll ein, wo man dann doch feststellen musste, dass der vorzügliche Schwarzbeerenschmarrn das Fassungsvermögen des eigenen Magens doch übertraf… A Schnapserl hinterher (eine lustige Junggesellenrunde feierte zeitgleich den Abschied aus dem Singleleben ihres Freundes und gab den ein oder anderen aus) und schon war nicht nur der Magen wieder leichter, sondern auch der Beschluss gefasst, eine Kneipprunde draußen vor der Tür zu wagen. Regen von oben, Wasser von unten – da war die Gaudi perfekt!
Ein regenreicher, aber nicht minder lustiger und geselliger Nachmittag fand um etwa 15.30 Uhr seinen Abschluss am Fuße der Gondel – und schon wieder musste man essen, denn die Brotzeit vom Vormittag war noch lange nicht verzehrt und der prickelnde Prosecco wollte nun mal auch nicht ungeöffnet die Reise zurück nach Schweitenkirchen antreten….
 
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