Es war fĂŒr Kyudo nicht so schwierig, zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen ein Hygienekonzept zu erstellen, denn beim SchieĂen der rund 1 m langen Pfeile mit den 2,25 m langen Bögen (dem Kyu) sind sowieso immer gröĂere AbstĂ€nde einzuhalten. Lediglich das GruppenschieĂen (Taihai) mussten wir aussetzen, weil man hier zu dicht hintereinander antritt. Zwar mĂŒssen wir jetzt drauĂen trainieren, wĂ€hrend wir normalerweise in der Turnhalle der Schule sind, aber wir konnten das Basketballfeld nutzen und auch die Abteilung FuĂball hat uns die Erlaubnis zur Nutzung eines Platzes gegeben. Nur das erste Training drauĂen war etwas hart, als wegen kalten Wetters die Finger langsam unbeweglich wurden und dicke Kleidung beim SchieĂen hinderlich war. Die Bogensehne streifte meinen Hut und ich musste die rechte Hutkrempe hochbiegen und mit einer Sicherheitsnadel befestigen. (Formell wird im Hakama und ohne Hut oder Kapuze trainiert.) Letzten Donnerstagabend war das Wetter allerdings gut, und das Training bei Sonnenschein und leichtem Wind zeigte uns, wie Christian bemerkte, das Kyudo mit Abstand die beste Sportart ist.

